In der Schweiz ist Krebs die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauferkrankungen und ist für rund ein Viertel der Todesfälle verantwortlich. In der Krebsforschung gibt es riesige Fortschritte. Krebs entsteht durch Mutationen (Defekte) im Erbgut normaler Körperzellen die zu einer unkontrollierten Vermehrung der kranken Zellen führen. Vor 25 Jahren gelang der Meilenstein, die DNA, das menschliche Erbgut wurde komplett entschlüsselt. Durch die neuen Erkenntnisse über die genetischen Veränderungen der Krebszelle und das Zusammenspiel mit unseren Abwehrzellen konnten in den folgenden Jahren neue Therapiemöglichkeiten gegen Krebs, wie z.B. Antikörper- und Immuntherapien entwickelt werden. Gezielte Therapien greifen Tumoren immer präziser an.
In einem spannenden Vortrag hat Frau PD Dr. Cornelia Brendel die Fortschritte der Krebsforschung in den letzten Jahrzehnten aufgezeigt und den Zusammenhang von Gendefekten bis zur Krebsentstehung erklärt. Frau Dr. Claudine Rieubland ist medizinische Genetikerin und berichtete über die Wichtigkeit den Ablauf einer genetischen Beratung bei vererbten Krebserkranungen. Nur etwa 5-10% der Krebserkranungen sind familiär gehäuft, die Mehrheit tritt sporadisch auf. Dr. Reinhard Zenhäusern, Onkologie, zeigte schlussendlich anhand eindrücklicher Fallbeispiele, den heutigen Einsatz der neuen Therapiemöglichkeiten in der Krebsbehandlung. Die neuen Therapiemöglichkeiten in Kombination mit den bisherigen etablierten Behandlungen hat die Prognose der Krebserkrankten eindeutig verbessert.
